Hier werden Jugendliche zu
Gesundheits­forscher:innen!

Was bedeutet es eigentlich, gesund zu sein?
Und was kann man dafür tun, gesund zu bleiben?

Im Programm Gesundheits­forscher:innen machen sich Schüler:innen gemeinsam mit ihren Lehrkräften auf die Suche: Mithilfe des Forschenden Lernens finden sie Antworten auf ihre Fragen rund um das Thema Gesundheit und entwickeln eigene Projektideen. Das Ziel? Gesundheitsförderliches Verhalten stärken!

Unser Programm:

Worum geht's?

Was ist Gesundheit? Was bedeutet Gesundheit für junge Menschen? Und wie gelingt es, gesundheitsbewusster zu leben? Die Antworten können ganz individuell sein – je nach persönlicher Situation der einzelnen Jugendlichen.

Das Programm Gesundheitsforscher:innen erschließt Jugendlichen einen neuen, eigenen Zugang zum Bereich Gesundheitsprävention. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften und Pädagog:innen untersuchen Schüler:innen gesundheitsbezogene Themen, die sie selbst und ihr soziales Umfeld in ihrer direkten Lebenswelt beschäftigen. Nach einer explorativen Phase können sie konkrete Projekte planen und umsetzen.

Ziel ist die nachhaltige Stärkung eines gesundheitsförderlichen Verhaltens. Die Jugendlichen gestalten ein eigenes Vorhaben, das an ihrer Lebenswirklichkeit ansetzt. Diese Erfahrung von Selbstwirksamkeit wirkt sich positiv auf ihr Gesundheitsverhalten aus, zeigt ihnen die Relevanz für ihr eigenes Leben auf und schafft einen nachhaltigen Zugang zu gesundheitsbezogenen Kenntnissen und Handlungsmöglichkeiten.

Welche Stärken bringen Schulen mit?

Der Grundstein für eine gesunde Lebensweise wird bereits in Kindheit und Jugend gelegt. Gerade Schulen sind wichtige Instanzen, um gesundheitsförderliches Verhalten früh zu erlernen und nachhaltig zu stärken:

Schulen können jungen Menschen Experimentierräume, Beteiligung und Anregungen zum Thema Gesundheit bieten.

Schulen können Jugendliche dabei unterstützen, allgemeines Gesundheitswissen sinnhaft mit den eigenen Bedürfnissen zu verknüpfen.

Schulen können Schüler:innen mit Forschendem Lernen einen neuen und individuellen Zugang zum Thema eröffnen.

Was sind die Themen?

Verschiedene Themenfelder bilden die Inhalte des Programms. Im Schuljahr 2022/2023 steht das Schwerpunktthema Psychische Gesundheit im Mittelpunkt.

In den folgenden Schuljahren geht es um Umwelt und Gesundheit, Ernährung, Bewegung sowie Infektionsschutz und Hygiene.

Hier geht es zu den Themen

Welche Methoden werden genutzt?

Die Gesundheitsforscher:innen nutzen die Methoden des Forschenden und des Projektorientierten Lernens:

Forschendes Lernen

  • Lernen wird als ergebnisoffener, dynamischer Prozess verstanden.
  • Das forschende Individuum steht im Mittelpunkt.
  • Verschiedene Methoden helfen bei der Suche nach Antworten: Experimente, Befragungen, Beobachtungen.
  • Die Lernenden arbeiten selbständig: Fragestellung, Forschungsprozess, Ergebnispräsentation.

Projektorientiertes Lernen

  • Planung, Durchführung, Präsentation: Die Lernenden arbeiten selbständig in Gruppen.
  • Die Fragestellungen sind lebensnah und authentisch.
  • Im Mittelpunkt steht die Förderung von Kompetenzen wie Teamarbeit, Kommunikation, Konfliktmanagement oder Präsentationstechniken.

In beiden Methoden verlassen Lehrkräfte und Pädagog:innen ihre Rolle als Wissensvermittler:innen und werden zu Lernbegleiter:innen.

An wen richtet sich das Programm?

Angesprochen sind Lehrkräfte und Pädagog:innen von allgemeinbildenden weiterführenden Schulen der Klassen 5 bis 10, insbesondere von Schulen in herausfordernden Lagen. Von jeder teilnehmenden Schule kann ein zweiköpfiges Team – bestehend aus Lehrkräften und Pädagog:innen – das Programm­angebot nutzen und mit ihren Schüler:innen gemeinsam Gesundheitsprojekte an ihrer Schule umsetzen.

Wie läuft das Programm ab?

Begleitet durch Lehrkräfte und Pädagog:innen entwickeln Schüler:innen eigene Fragestellungen, wie sie gesundheitsförderliche Veränderungen an ihrer Schule oder in ihrem sozialem Umfeld herbeiführen können. Daraus leiten sie Projektideen ab, die sie konkret umsetzen können.

Wissenswertes zur Anmeldung

  • Jede Schule kann ein zweiköpfiges Team aus Lehrkräften und Pädagog:innen bei dem Programm anmelden, das die Online-Module wahrnimmt.
  • Die Teilnahme an dem Programm ist kostenfrei.
  • Begrenzte Plätze: Das Programmteam nimmt ggf. eine Auswahl vor.
Hier gehts zur Anmeldung

Angemeldet? Los geht's mit der Gesundheits­prävention!

Programmstart
  1. Erstes Schulhalbjahr
    1. September – November
      1. Online-Basismodule

        für Lehrkräfte und Pädagog:innen

        1. Modul 1: Forschendes Lernen und Projekt­orientiertes Lernen, ca. 5 Stunden
        2. Modul 2: Themenfelder Psychische Gesundheit, Ernährung, Bewegung, ca. 5 Stunden
        3. Modul 3: Themenfelder Umwelt und Gesundheit, Infektionsschutz und Hygiene, ca. 5 Stunden
    2. Januar
      1. Online-Vertiefungsmodul

        zum jeweiligen Themenschwerpunkt
        ca. 6 Stunden

        1. Inhaltlich vertiefender Einblick sowie fachlicher und methodischer Austausch
    3. Mit diesen Kenntnissen behandeln die Lehrkräfte und Pädagog:innen gemeinsam mit ihren Schüler:innen die Themen Gesundheit und Gesundheitsprävention allgemein und insbesondere das Schwerpunktthema.
    4. Mit den Methoden des Forschenden und des Projektorientierten Lernens identifizieren die Schüler:innen Fragestellungen und suchen nach Antworten und Lösungen.
  2. Zweites Schulhalbjahr
    1. Vom Fragen und Forschen
      zum konkreten Projekt

      Aus den identifizierten Fragestellungen und Lösungsansätzen leiten die Gesundheitsforscher:innen mindestens ein Projekt ab, das sie in der Schule oder im sozialen Umfeld durchführen möchten.

    2. Projektförderung

      Für die Durchführung eines Projekts können die Schulen bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung eine Anschubfinanzierung in Höhe von bis zu 500 Euro beantragen.

    3. Präsentation des Gesundheitsprojekts

      Mit einem Projekt kann jede der angemeldeten Schulen im Frühsommer an einem programminternen Wettbewerb teilnehmen.

  3. Ende des Schuljahres
Das Programmteam der Gesundheitsforscher:innen berät die teilnehmenden Schulen während der gesamten Programmlaufzeit!

Themen

Die Gesundheitsforscher:innen beschäftigen sich in jedem Schuljahr mit einem Schwerpunktthema. Diese sind:

Psychische Gesundheit

Klima, Corona, Krieg. Aber auch: Mathestress, Mobbing, Mitesser. Gerade Jugendliche stehen zahlreichen und vielschichtigen Herausforderungen gegenüber, die sie psychisch belasten können. Wie kommen junge Menschen gut durch diese Zeit der politischen und ökologischen Krisen und behaupten sich gleichzeitig im Schul- und Pubertätsstress?

Aktuelle Studien zeigen, dass psychische Erkrankungen wie Depressionen, Angst- oder Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen seit Beginn der Pandemie noch einmal stark zugenommen haben.i Dabei ist Psychisches Wohlbefinden wichtig für Selbstvertrauen, Motivation und soziale Teilhabe: Mental gefestigten Menschen fällt es leichter, ihre Fähigkeiten auszuschöpfen, mögliche Belastungen zu bewältigen, produktiv zu arbeiten und einen Beitrag zu ihrer Gemeinschaft zu leisten.i

Als Gesundheitsforscher:innen können die Schüler:innen sich im Schuljahr 2022/2023 mit dem Schwerpunkt Psychische Gesundheit beschäftigen und herausfinden: Welche Themen sind aktuell für sie belastend? Auf welcher Ebene liegen sie – geht es um ein globales Problem, oder ist es der Schulstoff? Was machen solche Belastungen mit der eigenen Gesundheit, und welche Ideen gibt es, diesen Belastungen vorzubeugen?

Umwelt und Gesundheit

Was hat es mit der Gesundheit einzelner Menschen zu tun, wenn Teppiche aus Plastikmüll in den Ozeanen treiben? Wenn auf den Straßen immer mehr Fahrzeuge rollen? Oder wenn der Landwirt mit Chemikalien düngt? In unserer komplex gewordenen Welt ist es oft gar nicht so einfach, zu solchen Entwicklungen einen persönlichen Bezug zu erkennen.

Zwischen Umwelt und Gesundheit besteht jedoch ein enger Zusammenhang. Dieser hat mit den weltweiten Lebens- und Produktionsweisen, der uneingeschränkten Mobilität und dem hohen Energiekonsum auf unserem Planeten zu tun. Einige Beispielei: Müllteppiche in den Meeren finden in Form von Mikroplastik den Weg in unsere Nahrungskette. Die zunehmende Erdbevölkerung, das Anwachsen der Städte und der vermehrte Straßenverkehr verursachen immer mehr Luft-, Lärm- und Lichtverschmutzung. Intensive Landwirtschaft unter Einsatz von Pestiziden verunreinigt das Grundwasser und führt dazu, dass Schadstoffe über die Aufnahme von Trinkwasser in unseren Körper gelangen. Nicht zuletzt bringt der Klimawandel Extremwetterereignisse wie Hitzewellen oder Überschwemmungen mit sich. All das bedeutet für jeden Menschen, so natürlich auch für Kinder und Jugendlichei, steigende gesundheitliche Belastungen.

Die gute Nachricht: Jeder Mensch kann selbst einen Beitrag dazu leisten, durch das eigene Verhalten die Umwelt zu schützen und das Klima zu schonen – ob beim Einkauf, bei der Fortbewegung, beim Energieverbrauch oder bei der Müllentsorgung. Welche Ideen haben die Gesundheitsforscher:innen hierzu? Sie können aus vielen verschiedenen Ansatzpunkten in ihrer direkten Lebenswirklichkeit wählen und mit ihren Projekten einen Unterschied machen. Denn: Umweltschutz ist Gesundheitsschutz!

Ernährung

Was passiert mit dem Körper, wenn er hauptsächlich Burger, Pommes und Limonade bekommt? Was ist die Ernährungspyramide? Welche Nährstoffe braucht man und worin sind sie enthalten? Eine ausgewogene Ernährung ist für gesundes Aufwachsen entscheidend. Gleichzeitig leben wir in einer Welt, in der wir leicht an Fast Food und Convenience-Produkte – also bequeme Fertigprodukte und Fertiggerichte wie Konserven, Tiefkühlkost oder Mikrowellengerichte – herankommen. Das Wissen um die Qualität, Auswahl und Verarbeitung von Lebensmitteln, die sogenannte Ernährungskompetenz, geht zunehmend verloreni.

Rund 1,7 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland sind übergewichtig. Besonders betroffen sind junge Menschen, die in sozial und wirtschaftlich schwachen Lagen aufwachseni. Übergewicht kann Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Probleme oder orthopädische Störungen wie Gelenkschmerzen verursachen. Auch psychische Probleme durch Mobbing oder Bodyshaming können die Folge seini.

Was und wie in Kindheit und Jugend gegessen wird, prägt ein Leben lang: Hier werden Geschmacksvorlieben und -abneigungen gebildet. Auch das Wissen um die Herkunft und Verarbeitung von Lebensmitteln sowie ihre Zubereitung bis hin zum genussvollen gemeinsamen Essen stellt, früh erlernt, die Weichen für einen gesundheitsbewussten Lebensstil im Erwachsenenalter. Als Gesundheitsforscher:innen können die Jugendlichen ihr eigenes Ernährungsverhalten reflektieren und mit ihren Projektarbeiten nachhaltig verändern.

Bewegung

Der tägliche Schulweg, Nachmittagsaktivitäten, Wochenenden – der Alltag steckt voller Entscheidungen, die Mobilität betreffen. Warum das Fahrrad nehmen, wenn der Bus direkt vor die Schule fährt? Warum auf dem Fußballplatz schwitzen, wenn es vor dem Fernseher so entspannt ist? Wie hängen Bewegung und Gesundheit zusammen, und an welchen Stellen begegnen wir der Bewegung im Alltag?

Täglich 60 Minuten Bewegung – das ist die aktuelle Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO für Kinder und Jugendliche. Denn körperliche Aktivität kommt nicht nur dem Herz-Kreislauf-System, dem Muskel- und Knochenwachstum, dem Stoffwechsel oder den motorischen Fähigkeiten zugute, sondern hat auch einen positiven Einfluss auf die kognitive Leistungsfähigkeit, die Sprachentwicklung oder die psychosoziale Gesundheit, beispielsweise das Selbstwertgefühli. Gerade in der Pubertät hilft Bewegung beim Stressabbau, Mannschaftssport fördert soziale Kompetenzen, den Kontakt mit Gleichaltrigen und den Umgang mit Erfolg und Niederlage. Sporttreibende Jugendliche bleiben zudem häufiger Nichtraucher:innen und sind zufriedener mit ihrem Körper. Kurz gesagt: Bewegung macht gesund und glücklich!i

Mehr als drei Viertel aller jungen Menschen weltweit sind jedoch nicht ausreichend körperlich aktivi. Viele Jugendliche verbringen zu viel Zeit im Sitzen, zum Beispiel vor dem Computer oder am Smartphone. Dabei lässt sich Bewegung prima in den Alltag einbauen, beispielsweise mit einem Schulweg zu Fuß, mit der Treppe statt dem Aufzug oder einer Partie Fußball in der Schulpause.

Welche Ideen haben die Gesundheitsforscher:innen, in Schule und Freizeit in Bewegung zu kommen? Welche Faktoren sind hinderlich? Indem Jugendliche sich ihr Umfeld und ihr eigenes Bewegungsverhalten anschauen, können sie praktische Maßnahmen für mehr körperliche Aktivität entwickeln und umsetzen.

Infektionsschutz und Hygiene

Was ist der Unterschied zwischen Viren und Bakterien? Woher kommen Antibiotikaresistenzen und was sind „Superbugs“? Was bedeutet gute Hygiene im Alltag und was bringt sie im Schutz vor Infektionskrankheiten?

Die Corona-Pandemie hat das Thema Infektionsschutz und Hygiene in den Fokus gerückt. Gerade auch das Schulleben und somit den Lern- und Lebensalltag der Jugendlichen hat die Pandemie stark geprägt – siehe Schulschließungen, Homeschooling, Digital- und Wechselunterricht oder Luftfiltergeräte, Lüftungsroutinen und tägliche Schnelltests. In Sachen Infektionsschutz durch Hygiene haben die Menschen in den letzten Jahren viel dazugelernti. Regelmäßige Handwäsche, Maske tragen und Abstandhalten sind zur guten Gewohnheit geworden.

Das Coronavirus begleitet den Schulalltag weiter, und auch andere Infektionskrankheiten wie die Grippe sind nicht verschwunden. Die Gesundheitsforscher:innen können sich fragen: Wie ist es um das Wissen zu Infektionsschutz und Hygiene bestellt? Warum ist das wichtig, und an welchen Stellen in der Schule gibt es Verbesserungsmöglichkeiten? Mit der Erforschung des Themas stärken die Jugendlichen ihr Wissen über den Umgang mit Krankheitserregern und ihren möglichen Folgen in der Bevölkerung sowie ihrem direkten Umfeld. Mit ihren eigenen Projekten und Maßnahmen werden sie zu wirkungsvollen Botschafter:innen in ihrer Peer-Gruppe im Kampf gegen Infektionskrankheiten.

Über uns

Das Programm Gesundheitsforscher:innen ist eine Kooperation der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und der Pfizer Pharma GmbH.

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) setzt sich seit über 25 Jahren dafür ein, dass junge Menschen in unserem Land gut aufwachsen können. Sie stärkt Kinder in dem, was sie können und was sie bewegt. Mit ihren Programmen und Projekten stößt die DKJS Veränderungen an: in Kindergärten und Schulen, beim Übergang in den Beruf, in der Familien- oder lokalen Jugendpolitik. Derzeit erreicht die Stiftung über 1 Million junge Menschen und deren erwachsene Begleiter.

Weitere Informationen zur Deutschen Kinder– und Jugendstiftung: www.dkjs.de

Bei Pfizer arbeiten Kolleg:innen weltweit jeden Tag daran, das Wohlbefinden, die Prävention, die Behandlungs- und Heilungschancen gegen die schwerwiegenden Erkrankungen unserer Zeit zu verbessern und voranzubringen. Aus unserer Verantwortung als eines der führenden innovativen biopharmazeutischen Unternehmen heraus arbeiten wir mit Leistungserbringern, Regierungen und lokalen Gemeinschaften zusammen, um weltweit den Zugang zu einer zuverlässigen und bezahlbaren Gesundheitsversorgung zu fördern und auszuweiten. Einen Unterschied für alle zu machen, die sich auf uns verlassen, daran arbeiten wir seit mehr als 170 Jahren.

Weitere Informationen zur Pfizer Pharma GmbH: www.pfizer.de

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